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Veröffentlicht: 01.08.2012

„Altmark sucht Fachkraft“ – die zweite Veranstaltung der Ideenwerkstatt Altmark

Nach der Auftaktveranstaltung der „Ideenwerkstatt Altmark“ mit Franz Müntefering wurde vergangene Woche in Gardelegen konkret diskutiert – über den Fachkräftemangel

Wenige Ausbildungsplätze, aber noch weniger Fachkräfte – das Thema Fachkräftemangel ist nicht neu, trotzdem umso brisanter, gerade in ländlichen und vom demografischen Wandel betroffenen Regionen wie der Altmark. Manfred Hippeli, Gastronom aus Havelberg und Vorsitzender der DEHOGA, berichtet aus Erfahrung, wenn er von den Schwierigkeiten erzählt, gute Auszubildende oder andere Saisonkräfte zu bekommen. Vor Jahren noch beworben sich 20 bis 25 junge Menschen für einen Ausbildungsplatz bei ihm, in 2012 traf bisher aber noch nicht eine Bewerbung ein. „Gastronomie in der Altmark scheint nicht mehr attraktiv zu sein“, so der Havelberger, der immerhin auf gut 30 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann.

Das Hauptproblem sei, das die Wirtschaft stärker signalisieren muss, dass sie die jungen Leute auch benötige, so Kerstin Mogdans, Mitglied im Vorstand des Demografiebeirates. Viele junge ehemalige Sachsen-Anhalter würden nämlich gern wieder zurück in ihre Heimat zurück, meint die Betreiberin des Fachkräfteportals des Landes, das sie den Anwesenden in Gardelegen vorstellte. Weniger wichtig sei diesen jungen Fachkräften nämlich entgegen der landläufigen Meinung das in den altdeutschen Bundesländern höhere Einkommen; vielmehr spielte die Nähe zu den Eltern, ein vorhandener Kita-Platz und die Identifikation mit dem Umfeld und dem Arbeitsplatz eine weithin größere Rolle, als man denke. „Für Rückkehrer muss das Willkommen – auch aus der Altmark – deutlich sein“, forderte sie.

Dass schon eine Menge auf den Weg gebracht worden ist, machte Ralf Bergmann, Landtagsabgeordneter aus der Altmark und Moderator der Diskussion, deutlich. „Obwohl das Land nach außen oft zu schlecht dargestellt wird, befindet sich Sachsen-Anhalt auf dem richtigen Weg.“

Auch die beiden altmärkischen Kreisvorsitzenden Marko Mühlstein und Jürgen Barth waren erfreut über die lebhafte Diskussion mit vielen unterschiedlichen Diskussionspartnern aus Verwaltung, Wirtschaft und Ehrenamt. „Es wurden viele wichtige Themen angesprochen; andere müssen noch beredet werden. Dafür wird es diesem Jahr noch mindestens zwei weitere Werkstattgespräche in der Altmark geben, denn wir wollen mit diesem inhaltlichen Start auch weiter aus guten Ideen Lösungsansätze für unsere Region entwickeln.“

Veröffentlicht: 28.04.2012

„Man muss alles denken was geht“

SPD der Altmark gründet „Ideenwerkstatt Altmark“ mit Franz Müntefering

Die SPD in der Altmark gründete im Stendaler Landratsamt gemeinsam mit über 60 Interessierten die „Ideenwerkstatt Altmark“. Eingeladen waren neben SPD-Mitgliedern vor allem Vereine, Organisationen und Bürger die sich für die Region engagieren. Genau diese sollen künftig „kräftig in der Ideenwerkstatt mitmischen. Dabei soll es keine Denkverbote geben, schließlich wollen wir die besten Antworten für die Zukunft unserer Region finden.“ so Marko Mühlstein, SPD-Kreisvorsitzender und ehem. Mitglied des deutschen Bundestages. Mühlstein weiter: „Wir wollen nicht zuschauen, wie sich unsere Altmark verändert, sondern selbst die Zügel in die Hand nehmen um Impulse für die Entwicklung unserer Region zu geben.“. So war es kein Zufall, dass im Zuge der Veranstaltung vor allem die Themen Daseinsvorsorge, Lohnniveau, Energieversorgung, Bildungsabschlüsse und persönliche Patenschaften angesprochen wurden.

Höhepunkt der Gründungsveranstaltung war der Impulsvortrag der ehem. Vize-Kanzlers Franz Müntefering, der seit 2009 die Arbeitsgruppe Demographie der SPD-Bundestagsfraktion leitet. Er ermutigte die Altmärker, die Ideenwerkstatt als Plattform zu nutzen, um Anregungen der Menschen vor Ort aufzugreifen. Franz Müntefering: „Man muss alles denken was geht. Die Ideenwerkstatt kommt für die Region zum richtigen Zeitpunkt.“

Eindrucksvoll schilderte Carolin Kroh, eine junge Altmärkerin aus Neukirchen bei Seehausen warum sie und viele ihrer Freunde nach dem Studium gern in ihrer Heimat leben und arbeiten möchten.

Die SPD-Ideenwerkstatt Altmark wird zukünftig an verschiedenen Orten der Altmark und der westl. Prignitz anzutreffen sein. Ziel ist es, auch mit externem Sachverstand einen Forderungskatalog für die Kommunal- und Landespolitik aufzustellen. Dabei gab Franz Müntefering den Gründungsmitgliedern noch einen Rat mit auf den Weg: „Realismus ist besser als Verdrängung.“

Veröffentlicht: 20.04.2012

Gründung der Ideenwerkstatt Altmark mit Franz Müntefering

Unsere Heimat, die Altmark, zählt zu einer der schönsten, aber auch
einwohnerschwächsten Regionen Deutschlands. Glaubt man den
Prognosen der Statistiker, wird sich diese Tendenz mit Auswirkungen auf
fast alle Lebensbereiche dramatisch verstärken.

Die Sozialdemokratie in der Altmark hat den Anspruch, unsere Region zu
entwickeln und die Zügel in die Hand zu nehmen, wenn es um die
Zukunft der beiden nördlichsten Landkreise in Sachsen-Anhalt geht.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Vorsitzenden der SPD und Leiter der
Arbeitsgruppe Demografischer Wandel der SPD-Bundestagsfraktion
Franz Müntefering wollen wir am 26.April 2012 die

SPD-IDEENWERKSTATT ALTMARK

gründen. Hierzu laden wir Sie um 18.00 Uhr in das Stendaler
Landratsamt, Hospitalstraße 1-2 recht herzlich ein.
Wir wollen nicht tatenlos zusehen, sondern gemeinsam mit kreativen
Menschen, Vereinen und Verbänden aus Ideen Lösungsvorschläge für
eine Altmark mit Zukunft entwickeln. Diskutieren Sie mit uns!

SPD-Regionalgeschäftsstelle Nord, Telefon: 0391-5440662, E-Mail: margrit.hanke@spd.de

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